Gedanken aus dem Gemeindebrief

Liebe Leserin,

 

Lieber Leser,

 

unser Gemeindebrief erscheint zu Beginn der Adventszeit und begleitet uns über den Jahreswechsel hinein ins neue Jahr. Der dunkle November ist geschafft und es beginnt die Zeit der Lichter und des Tannengrüns in den gemütlich warmen und festlich geschmückten Wohnzimmern. Es ist auch die Zeit, wo man so langsam beginnt, Rückschau zu halten auf das vergangene Jahr und vielleicht auch schon einen Ausblick auf das neue Jahr 2018 wagt. Und wieder stellen wir fest: Wie schnell ist die Zeit vergangen… Wo ist das Jahr geblieben... Und es scheint, dass die Zeit immer schneller vergeht. Was haben wir erlebt an Gutem, aber sicher auch an Ereignissen, die uns nicht gefallen haben. Was wollten wir unbedingt tun oder auch verändern und haben es nicht geschafft oder es auch gar nicht erst versucht.

 

Sicher gibt es auch vieles, was uns gut gelungen ist und worüber wir dankbar und froh sind. Und es gab dabei sicher Dinge, die wichtig waren, aber eben auch Dinge, die wir getrost lassen oder verschieben konnten. Was bleibt am Ende vom alten Jahr? Und wie gehen wir damit um? Im Psalm 103,2 steht ein Wort, dass uns helfen kann im Rückblick und in der Erinnerung:

 

 

 

Lobe den Herrn, meine Seele,

 

und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

 

 

 

Ist es nicht oft so, dass uns das, was uns Not und Mühe macht, oft mehr vor Augen ist, als das, was wir an Gutem erlebt haben? Wie oft meckern und klagen wir, anstelle Gutes, Frohmachendes und Ermutigendes vor Augen zu haben und davon weiter zu erzählen. Der Psalm 103 steht unter der Überschrift: „Das große Dankgebet“. Es ist erstaunlich, was der Psalmist David dort alles aufzählt und wofür er Gott dankt. Immer wieder beschreibt er Situationen und kommt zum Staunen, zur Dankbarkeit und erkennt neu Gottes Güte, seine Größe und Heiligkeit in alltäglichen Dingen, die er mit Bildern umschreibt.

 

Er beschreibt Gottes Eingreifen in die Geschichte von Anfang an.

 

Da geht es um Mose, da geht es um das Volk Israel bis hin zum eigenen Erleben. Und immer wieder Lob, Ehre und Dank.

 

Das zieht sich durch.

 

Wie gut, wenn wir das im Blick auf das zurückliegende Jahr  auch so feststellen können. Was auch immer war, Gott hat es gut gemacht und wir haben Grund zur Dankbarkeit. Von seiner Güte leben wir jeden Tag. Und was, wenn wir das für uns nicht so sagen können? Was, wenn uns das schwerfällt? Da hilft ganz sicher das Lesen dieses Psalms weiter und kann uns zur Dankbarkeit führen. Am 14.Januar 2018 feiern wir das 70-jährige Bestehen unserer Gemeinde mit einem Festgottesdienst. Sie hat sich gegründet in schwieriger Zeit, wo es den Menschen lange nicht so gut ging wie uns heute. Einige können davon noch erzählen. Trotzdem sind es Berichte voller Dankbarkeit, denn der Krieg war zu Ende. Viele waren Flüchtlinge, hatten alles zurücklassen müssen und standen vor einem schwierigen Neuanfang. Und sie wollten Gemeinde und Gemeinschaft.

 

Es gab in der Gemeindegeschichte immer weiter gute und auch schwierige Zeiten. Und im Rückblick: Dankbarkeit für alles Durchtragen und viel Segen, den wir und viele erfahren durften.

 

Wie geht es weiter? Was bringt das neue Jahr uns ganz persönlich, aber auch für unsere Gemeinde? Auch uns gilt die Verheißung der Jahreslosung für 2018: (Offb.21,6)

 

 

 

Gott spricht:

 

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle

 

des lebendigen Wassers umsonst.

 

 

 

Das macht Mut. Das lässt uns weitergehen. Das ist Grund zur Dankbarkeit. Das bedeutet: Wir dürfen auf Gottes Versorgen bauen. Er lädt uns ein zur Quelle mit frischem Wasser. Er schenkt es uns, gibt es uns reichlich und umsonst. In wenigen Wochen feiern wir Weihnachten. Jesus, der Retter der Welt, unser Retter, ist geboren. Welch ein Grund zur Dankbarkeit.

 

Ich wünsche allen Lesern eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und viel Segen Gottes für das neue Jahr.

 

Bernd Osiablo