Gedanken aus dem Gemeindebrief
Weise mir, Herr, deinen Weg; Ich will ihn gehen in Treue zu dir.
Psalm 86,11
Liebe Leserin, Lieber Leser,
dieser Gemeindebrief erscheint inmitten der Adventszeit, begleitet uns über den Jahreswechsel und in den Beginn des neuen Jahres. Damit kommen verschiedene Betrachtungsweisen in den Blick. Wir zünden uns Kerzen an und symbolisieren damit, dass Jesus Christus geboren ist, um als Retter Licht und Hoffnung in unsere Welt zu bringen. Für die Hoffnung steht symbolisch das Grün der Tannenzweige. Weihnachten - seit über 2000 Jahren das Fest für die Christen. Und ein neues Jahr liegt vor uns. Altbewährtes wird sich fortsetzen und auch Neues kommt auf uns zu. Manches musste und wird sich verändern. Wir kennen den Weg und was kommt nicht – und das ist gut so. Das Jahr 2011 war für unsere Gemeinde ein Jahr des Fragens nach dem Weg für unsere Gemeinde in die Zukunft. Auch schwierige Entscheidungen waren zu treffen und werden uns auch im nächsten Jahr herausfordern.
David betet den 86. Psalm in Bedrängnis. Er bittet Gott um seine Hilfe und Führung in seiner Not und zehrt dabei von seinen bisherigen Erfahrungen, dass Gott ihn in seiner Güte immer wieder getragen und geführt hat. Das gibt ihm die Kraft, nach dem Weg zu fragen und seinem Gott zu vertrauen, dass er es weiter so tun wird.
Weise uns, Herr, deinen Weg.Das war doch das Gebet unserer Gemeinde im Jahr 2011. Wenn wir Antworten erwarten wollen, dann müssen wir dranbleiben und unseren Herrn weiter um Wegweisung beten. Und nicht nur einige wenige, sondern möglichst viele und immer wieder. Im kommenden Jahr wollen wir das im Arbeitskreis „Zukunft unserer Gemeinde“ fortsetzen. Einmal im Monat am Mittwochabend zur Bibelstundenzeit wollen wir um klare Wegweisung beten.
Jemand aus unserer Gemeinde machte den Vorschlag und stellte die Frage: Wie wäre es, wenn jeder, der zu den Gebetsabenden kommt, beim nächsten Mal konkret einen anderen einlädt und mitbringt? So würden aus 5 Betern 10, aus 10 Betern schnell 20, aus 20 bald 40…. Wir bräuchten unseren Gemeindesaal, damit der Platz reicht. Nur eine gute Idee – oder mehr?
Wir leben in einer Zeit, in der mehr und mehr die Leistung zählt. Wer „schwächelt“, ist in Gefahr. Im Berufsleben zählt knallhart, was man leistet und schafft. Schwäche zuzugeben, kann leicht den Job kosten. Viele Menschen macht der enorme Leistungsdruck unserer Zeit krank. Wo kommt man zur Ruhe? Wo kann man auftanken? Wer nimmt die Angst und den Druck? Wo kann man seine Schwachheit offen zugeben und mit dieser gut leben?
Die Jahreslosung für 2012 ist ein Wort in solche Situationen:
Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
2.Kor. 12,9
Das schreibt Paulus der Gemeinde in Korinth und bezeugt das aus eigenem Erleben. Er macht den Korinthern deutlich, dass die Antwort auf ihre Gebete neue Kraft in aller Schwachheit aus Gnade sein kann. So kann auch aus unserer Schwachheit etwas neues entstehen. Das ist doch eine Verheißung, die uns in unsere Gemeindesituation hinein ermutigen will.
Allen Lesern wünsche ich eine besinnliche, ruhige Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und für das neue Jahr 2012 Gottes Segen.
Ihr / Euer Bernd Osiablo